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„Start Your Impossible“: Andrea Eskau mit neuem Schlitten auf Erfolgsfahrt

Bereits seit 2012 arbeiten TMG und Andrea gemeinsam an Sportgeräten, mit denen die Ausnahmesportlerin bei Paralympischen Sommer- und Winterspielen mehrmals Gold gewann. Was einst als „Feierabend-Projekt“ in Köln begann, wird seit geraumer Zeit offiziell von TMG unterstützt.

Ganz im Sinne von „Start Your Impossible“ gab Andrea Eskau, die seit einem Fahrradunfall im Alter von 27 Jahren querschnittsgelähmt ist, mit ihrem neuen High-Tech-Schlitten bei den Winter-Paralympics in Südkorea 2018 erneut alles – und holte insgesamt sechs Medaillen, zwei davon in Gold im Biathlon über 10 und 12,5 Kilometer. Bereits auf der Jungfernfahrt mit ihrem neuen Flitzer gewann Andrea beim Para Nordic Ski Weltcup in Kanada zwei Goldmedaillen. Doch was ist eigentlich das Besondere an ihrem Sportgerät?

Der Schlitten wurde aus Carbonfaser gefertigt, dem Stoff aus dem Rennwagen-Träume sind. Genauer gesagt, der TS050 HYBRID für Le Mans, in dem TMG Carbonfaser, auch Kohlenstoff genannt, verbaut. Der größte Vorteil von Carbon: Es ist bemerkenswert leicht. Beim Bau des neuen Schlittens von Andrea konnte durch ein fortschrittliches Carbonfaser-Lay-up-Verfahren die Materialmenge sogar nochmals minimiert und das Gewicht des Sportgerätes um mehr als 30  Prozent reduziert werden. Ein großes Plus auf der Piste.

Doch es gab weitere Anforderungen, die der Ski-Schlitten für Einsätze beim Biathlon erfüllen musste. Dazu gehören Kälteresistenz und eine stabile Seitenlage beim Schießen. Letzteres war Andrea bei der Konzeption und dem Design des Schlittens besonders wichtig. „Ein Problem des vorherigen Schlittens war die unebene Bodenfläche“, erklärt sie. „Wir haben die Position einiger Teile modifiziert, damit die Skier einen besseren Bodenkontakt haben und mich mit einer stabilen Basis beim Schießen unterstützen. Das ist wichtig, um genau zielen zu können. Es ist ein großes Handicap, wenn der Schlitten nicht stabil ist.“

Insgesamt trug die Athletin mit ihrem guten Technikverständnis aktiv zum Entwicklungsprozess des neuen Schlittens bei. Immer mit dem Ziel, die bestmögliche Perfomance aus Mensch und Gerät herauszuholen – genau wie beim Motorsport.

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